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WORKSHOP Pechsalbe herstellen

Musst du dich auf ärztliche Hilfe verlassen, bist du verlassen! Dieser Spruch wurde von Generation zu Generation bei den Bergbauern in der Alpenregion überliefert. Genauso wie das Wissen um die Heilkräuter, die zum Teil heute noch verwendet werden. Dort, wo ärztliche Hilfe unerschwinglich und auch unerreichbar war, mussten sich die Familien selbst eine Hausapotheke zusammenstellen. Ein Allrounder aus dieser Zeit, der auch heutzutage noch verwendet wird, ist die Pechsalbe. Sie wirkt äußerlich angewandt wärmend, hemmt Entzündungen, ist antiseptisch, hilft bei Muskelschmerzen sowie Rheuma und Erkältungen. Auch bei Schürfwunden oder als Zugsalbe kann sie eingesetzt werden. Dass sie ohne künstliche Inhaltsstoffe ist, versteht sich von selbst. Text & Fotos: Vanessa Blank GUT ZU WISSEN Mit Heilkräutern kann die Wirkung nochmal verstärkt werden. Verwenden kann man unter anderem Kamille, Ringelblume, Schafgarbe, Johanniskraut, Wacholder und Thymian. HARZ Wird ein Baum verletzt, sondert er über die Harzkanäle eine klebrige Substanz ab, um die Wunde zu schließen. Dieser Eigenschutz hindert Pilze und Bakterien daran, in die Wunde einzudringen. Das natürliche Pflaster des Baums wirkt bei Menschen äußerlich angewandt entzündungshemmend, wärmend, keimt ...