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Škoda Trekka

KREATIVER ANSATZ Sieht aus wie ein Landy, ist aber ein Škoda. Er entstand aber nicht in Tschechien: Der Trekka wurde in Neuseeland gebaut. Robb Pritchard spürte eines der seltenen Exemplare auf. Wir drehen die Zeit zurück in die frühen 1960er-Jahre – mit Mauerbau, Beatlemania und so. Wer damals als Zivilperson mit einem Fahrzeug in unwegsames Gelände vordringen wollte, hatte nur wenige Optionen: den Land Rover Serie II und vielleicht noch den Jeep CJ-3. Gemessen an den Möglichkeiten boomte die Landy-Produktion. So konnte man es sich sogar leisten, Exportländer auszuklammern, die wenig lukrativ erschienen. Neuseeland gehörte zum Beispiel dazu. Obwohl bergig und stark landwirtschaftlich geprägt, machte Land Rover einen Bogen um die ehemalige britische Kolonie: zu hoch waren die Einfuhrzölle, zu weit der Transportweg. Darunter litten auch andere Marken. Sie waren aber zum Teil cleverer. Zum Beispiel Škoda. Der tschechische Fahrzeughersteller lieferte Bausätze seiner Limousine Octavia nach Neuseeland. Sie wurden vom Importeur in Otahuhu aufgebaut und verkauft – und die Einfuhrsteuer war umgangen. „Completely Knocked Down“ (CKD) heißt das noch heute gängige Verfahren. Um mit den notorisch schlechten Straßen Osteuropas fertig zu werden und um den Wiederaufbau der Fahrzeuge am anderen Ende der Welt zu erleichtern, waren die Teile einfach und robust. Ihr Anblick brachte Importeur Phil Andrews auf eine geniale Idee: Wenn es den Land Rover nicht in Neuseeland gab, dann wollte er auf Basis der tschechischen Limousine selbst …