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San Bernardino: Passüberquerung in Schneeschuhen

Es war ein ungewöhnlich später Start für eine Schneeschuhtour. Geschuldet war er den spärlichen Postautoverbindungen am Hinterrhein und den Wetterprognosen, welche für den frühen Morgen noch dicke Wolken vorhergesagt hatten. Als wir aber kurz vor halb elf Uhr am Nordportal des San Bernardino-Tunnels aus dem Bus und in unsere Schneeschuhe stiegen, hatte sich die Sonne bereits durchgesetzt. Wir folgten der schneebedeckten Passstrasse, die sich in unzähligen Haarnadelkurven in die Höhe schlängelte. Es war ein sehr sanfter Anstieg, der nach dem "Oberscht Cheer" sogar noch etwas flacher wurde. Das Gelände öffnete sich und wir folgten weiter der Strasse entlang von schneebedeckten Felsen. Grosse Betontürme - Lüftungsschächte des unter uns liegenden Strasentunnels - hoben sich futuristisch von der unberührten Winterlandschaft ab. @wandernohneende Unterdessen hatte der Wind aufgefrischt und als wir die Passhöhe (2'066 m) erreichten, fanden wir an einer sonnigen Hauswand nahe des geschlossenes Hospiz ein geschütztes Plätzchen für einen Mittagsrast. Danach führte uns Martin, unser Bergführer, quer über den gefrorenen Laghetto Moesola. Etwas zögerlich folgten wir ihm über die Eisfläche, die sich aber als stabil erwies. Beim Abstieg auf der Südseite entwickelt ...