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Kirgistan

Die „Schweiz Zentralasiens“ In den zwanzig Kilometer durch das Niemandsland zwischen dem tadschikischen und kirgisischen Grenzposten verlassen wir die Hochebene und kommen den grünen Wiesen, Sträuchern und Büschen, ja sogar Bäumen wieder näher. Unglaublich wie schnell wir das Grün vermissten. Umso mehr freuen wir uns, es nach dem unkomplizierten Grenzübertritt nach Kirgistan wieder anzutreffen. Die Strassen sind so gut, dass man wieder grössere Distanzen zurücklegen kann. Aber Manny kommt über die unzähligen Hügel und Pässe stets gemächlich voran. Er kämpft sich mit 30 km/h auf die Spitze und ist danach für eine Beschleunigung bereit. Da 94% der kirgisischen Landfläche gebirgig ist, wiederholt sich sein Verhalten wahrlich oft. Bei diesem bedächtigen Fahrtempo bleibt Zeit die weiten grünen Hügel, die schneebedeckten Gipfel und die wilde Natur zu geniessen. Immer wieder begegnen uns freilaufende Pferde, Jurten und ab und zu Reiter. Kirgistan, das seit 1991 unabhängig ist, erinnert uns landschaftlich an die Schweiz. Auch die täglichen Temperaturschwankungen sind ähnlich wie in den heimischen Bergen. Wir erleben sekundenschnelle Wetterumbrüche von trockener, warmer Luft hin zu Schnee-, Hagel-, Regen- und Sandstürmen. Dennoch bietet Kirgistan etwas Ursprüngliches und Unverfälschtes. Nach der zwanghaften Sesshaftigkeit während der Sowjetzeit zieht es heute einige Kirgisen wieder als Nomaden zurück in die Berge. …