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Kassel – Museum für Sepulkralkultur

Kassels kleines morbides Juwel Im Grunde ist das Museum für Sepulkralskulptur nicht klein. Das Gebäude ist sogar recht stattlich. Und es befindet sich in guter Gesellschaft, direkt neben dem noch größeren Brüder Grimm Museum. Morbide ist das Museum für Sepulkralkultur allerdings wirklich. Und genau deshalb wollte ich dahin. Das Museum besteht aus einer Dauerausstellung, die geöffnet ist und wechselnden Ausstellungen, die wegen Corona geschlossen sind. Die Dauerausstellung unterteilt sich in eine umfangreiche Sammlung zum Thema Tod und Sterben im europäischen abendländischen Kulturkreis und eine kleinere Sammlung mit einer bunten Mischung aus Bestattungsriten von anderen Kontinenten. Es gibt in dem Museum einige wirklich skurrile Ausstellungsstücke wie zum Beispiel eine Urne in den Vereinsfarben des HSV. Das nenne ich Hingabe. Bescheuert. Aber definitiv Hingabe. Ich erfahre, dass man sich schon seit 1997 nach seinem Tode ins All schießen lassen kann, wenn man das nötige Kleingeld aufbringt. Allerdings nur einen Fingerhut voll Asche, nicht die gesamten Überreste. Eine nette Idee ist auch, einen Verstorbenen beziehungsweise dessen Asche in einen Diamanten pressen zu lassen, den man dann in Form eines Schmuckstücks ständig mit sich herumtragen kann. ...