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Grosse Reise 🏍 Tag 358

Gudauri ist eine Skiregion hier in Georgien. Wenn man dem «Marketing-Sprech» hier glauben mag, ist es ein «aufstrebendes, modernes, innovatives Skigebiet, wo kein Wunsch offen bleibt». Wir beobachten seit Jahren dieses «moderne» Natur-Verändern auch bei uns in der Schweiz – und wenn wir ehrlich sind und uns hier eine kritische Meinung erlauben dürfen: mit sehr gemischten Gefühlen. Ja, es ist schon schön, sich einfach mal so auf einen 3000er fahren zu lassen. Müssen jedoch derlei viele Chemikalien (manchmal oder gar mehrheitlich?) für die künstliche Beschneiung eingesetzt werden, brauchen wir auf 3000 Meter Party-People-Events? Ist es nötig, hoch oben in der Natur, da wo Mensch sich nach Ruhe in sehnt, das komplette Angebot einer 6spurigen Transit-Autobahn-Raststätte bereit zu stellen? Wir wissen, dass der Tourismus Geld einbringt. Und immer wieder die Arbeitsplatz-Keule geschwungen wird. Aber ist es auch okay, dass so in die Natur eingegriffen wird? Was bringen uns Arbeitsplätze, wenn die Natur in die Knie geht? Heute haben wir uns dieses Gudauri mal von Nahem angeschaut. Und genau gespürt, dass auch die Natur hinter dem Kommerz zurückstecken wird. Es ist noch anfänglich, sicher noch nicht so aus-perfektioniert wie die europäischen Alpen-Ski-Gebiete ...