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ERFOLGREICH ALS REISEBLOGGER – DER FOKUS MACHT’S

1. Ein klarer Fokus 2. Genug Zeit, um Content zu produzieren 3. Eine aktive, loyale Community 4. Kreative Ideen und Mut, diese auch umzusetzen 5. Durchhaltevermögen 1: Finde deine Nische und mach dir klar, für wen du schreibst Wenn du dich entscheidest, ein Reiseblog zu starten, empfehle ich dir dringend, dir eine konkrete Nische zu suchen, dabei aber realistisch zu bleiben, ob diese auch genug hergibt. Sowohl an Content, den du produzieren kannst, als auch an potentiellen Kunden. Du musst glasklar vor Augen haben, für wen du schreibst. Sind es Leute, die in eine gewissen Region auf der Welt wollen oder aber Reisende mit einer anderen Besonderheit, die sie abhebt – Lebensstil, Ernährungsweise, Hobby (Strickreisen? Golfurlaub?), Alter, Solo-Traveler oder Couchsurfer? Dann fällt es dir auch nicht schwer, zielgenau zu formulieren oder Contentideen zu finden. 2: Zeit für dein Projekt Ein Blog verschlingt jede Menge Zeit. Vor allem ist es mit dem Schreiben eines Artikels nicht getan. Es müssen Bilder herausgesucht, bearbeitet, benannt und beschriftet werden. Der Text muss in deine Blogging-Plattform eingepflegt werden. Dann kommt der ganze Rattenschwanz an Social-Media- und Newsletter-Conent hinterher und idealerweise bereitest du den Inhalt für unterschiedliche Plattformen auch noch Meine fünf entscheiden Faktoren für eine Monetarisierung des Reiseblogs BERUF REISEBLOGGER TRAVELIKI.COM | #2 - 12/2021 | SEITE 19 dementsprechend auf, statt überall das Gleiche zu posten. Puh, kommst du auch nur beim Lesen schon ins Schwitzen? Ich wiederhole mich also nochmal: ein Blog braucht Zeit. Weil es eben doch nicht nur ein Blog ist, sondern ein eigenes kleines Universum, das sich drumherum bildet. Deshalb plane realistisch. Und habe Geduld mit dir und den Ergebnissen, wenn du eben nicht so viele Stunden in der Woche für dein Blog aufbringen kannst. 3: Community Building heißt echte Beziehungen aufbauen Sozialen Medien sind der Schlüssel, dein Blog bekannt zu machen und loyale Kunden zu gewinnen, wenn du es schaffst, echte Beziehungen zu deinen Followern aufzubauen. Deshalb entscheide dich am Anfang erstmal nur für ein bis zwei Kanäle. Das Herz meiner Community ist Instagram. Für das Miteinander mache ich Aktionen wie regelmäßige MitmachChallenges und führe einen Online-Buchclub für japanische Literatur. Andererseits biete ich mit meinem Feed und in den Stories echten Mehrwert für alle, die zum ersten Mal nach Japan wollen. So ist zum Beispiel jedes Foto korrekt mit dem Ort getaggt, an dem es aufgenommen wurde. Infoposts bieten Hilfe bei der Reiseplanung und vor allem eins: eine Plattform für Austausch. Hier können Newbies fragen stellen und erfahrene Reisende erzählen von ihren vielfältigen Erfahrungen. Ganz nebenbei packt Instagram die Beiträge durch das hohe Engagement dann in die Top-Posts zu den entsprechenden Hashtags. Jetzt musst du dort nur noch auffallen. Infobox Instagram-Tipps für Nischenblogger Zielgruppen-Fokus Ist dein Blog auf Deutsch, dann bleibe auch auf Social Media dabei. Deine Bio, deine Hashtags, alles sollte auf deutschsprachige Follower in deiner Nische ausgelegt sein. Nutze deine Bio Dein Instagram-Handle und dein Name sind die einzigen beiden durchsuchbaren Teile deines Profils. Wiederhole dich innerhalb der beiden also nicht und bringe hier wichtige Info wie „Reiseblogger“ unter. Mache in deiner Bio deutlich, was du tust, und warum es Sinn macht, dir zu folgen. Nutze den Feed für Evergreen-Content Du musst nicht jeden Tag posten, um erfolgreich zu sein. Stattdessen muss die Qualität deiner Posts passen. Je mehr Engagement und Saves du erzeugst, umso mehr pusht Instagram dich und deinen Content. Plane voraus Mache dir einen Redaktionsplan und nutze Tools wie „Later“, um deinen Content vorzuplanen. Für deine Stories empfehle ich „Themen“-Tage nach dem Motto „Immer Dienstag geht es um nachhaltiges Reisen / Restaurantempfehlungen / kulturelle Fettnäpfchen…“. BERUF REISEBLOGGER TRAVELIKI.COM | #2 - 12/2021 | SEITE 20 4. Trau dich, anders zu sein Kreative Ideen helfen dir dabei, schneller zu wachsen. Das kann ein Kniff bei deinen Fotos (wer kennt nicht die Bilder, wo der Reisende von seiner Freundin an der Hand durch wie Welt geführt wird) oder wie bei mir eine kräftige Farb-Kombo sein, die meinen Infografiken einen Wiedererkennungswert gibt. Und mich sofort herausstechen lässt, wenn ich jemandem in den Feed gespült werde, der mich noch nicht kennt (z. B. unter den oben erwähnten Top-Posts bei einem Hashtag). Und auch mit meinen Produkten, versuche ich neue Wege zu gehen. So ist mein Bestseller im Moment ein JapanWochenkalender, zu dem ich jede Woche einen Blogartikel mit Hintergrundinfos zum jeweiligen Bild schreibe. Kundenbindung, die meinen Lesern wie auch mir Spaß macht. 5. Sei konsistent Der absolut wichtigste (!) Tipp für angehende Blogger ist der: bleib dran. Wenn du diese fünf Dinge beherzigst, wirst du dir eine treue und loyale Leserschaft aufbauen. Dabei sind nicht einmal möglichst viele Follower oder Newsletter-Abonnennten entscheidend, sondern die Bindung an dich. Diese hat zum einen zur Folge, dass deine Follower im Zweifel bei dir kaufen, statt woanders. Weil sie wissen, dass sie sich bei dir auf die Qualität der Produkte verlassen können. Zum anderen erarbeitest du dir einen Platz als der Experte oder die Expertin auf deinem Gebiet. Das macht dich zu einem Text und Bilder von Elisa Empl Reiseblog: japanliebe.de E-Mail: elisa@japanliebe.de Den Japan Jahreskalender 2022 kannst du direkt bei Eilsa bestellen. attraktiven Kooperationspartner für Unternehmen und Tourismusverbände. Arbeitet man mit dir als Blogger und Influencer zusammen, erreicht man exakt die gewünschte Nische. Davon profitieren deine Partner wie auch deine Leser. Also, hab keine Scheu davor, mit deinem Reiseblog spezifisch zu sein. Wenn du bei deinem Fokus bleibst, zahlt sich das wortwörtlich aus.