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El Rocío: Wo sich Andalusien wie Mexiko anfühlt

Kennt Ihr den Song der pennsylvanischen Band Ween? Wenn nicht, dann wird es höchste Zeit. Es gibt vermutlich kaum einen passenderen Soundtrack für einen Spaziergang durch das andalusische Nest El Rocío als die Westernsong-Persiflage von Ween. Sie handelt von einem Mann, der seinen Bruder „three times in the back“ geschossen hat. Und vom Leid der Mutter. Ein Ort wie eine Filmkulisse Ein blauer Oktoberhimmel lacht über Andalusien, die Wolken wie wegradiert. Das ganztags siestastille 1600-Einwohner-Örtchen El Rocío döst in der Sonne, als wir dort eintreffen. Der staubig-schläfrige Ort wirkt wie die Kulisse eines Films. Eines Films, der in einer mexikanischen Kleinstadt des 18. oder 19. Jahrhunderts spielt. Keine einzige Straße ist hier geteert. Stattdessen: Sand, Sand und nochmals Sand. Mit sandigen Füßen flipfloppen wir über die Pisten, über die überbreiten Kreuzungen und weitläufigen Plätze. Wir spazieren vorbei an ein- bis zweistöckigen Häusern, die meisten weiß wie frisch gebleachte Zähne. Wir passieren hübsche Kapellen mit Glockengiebeln, so wie sie die Spanier auch in Lateinamerika bauten. Rund 100 soll es in El Rocio geben. Weiß-gelbes Haus im Kolonialstil El Rocío: Andalusiens schrägster Ort Weiße Kapelle mit Glockengie ...