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Die Mitte Irans: Persische Hochkultur in Reinform

Wir sind froh, den Molloch Teheran verlassen zu haben, und steuern eine der drei großen Pilgerstätten des Irans an: Ghom, das erzkonservative Zentrum der Schiiten. Quasi die iranische Synthese aus Oxford, Vatikan und Altötting. Die von uns besuchte Grabstätte Fatimas (die Tochter des 7. und Schwester des 8. Imams, um genau zu sein 😉) wurde über die Jahrhunderte immer mehr zum schiitischen Nationalheiligtum ausgebaut. Karin braucht ewig, bis sie aus der Umkleide kommt. Mit Touristen rechnen sie wohl gerade nicht, so muss erst ein Tschador für sie besorgt werden. Die Moscheeanlage, sowie das Mausoleum, haben erneut riesige Dimensionen und sind mit ihren prachtvollen Mosaiken in ihrer Schönheit kaum zu übertreffen. Unser Führer schenkt Karin zum Abschluss einen Gebetsstein, den er extra für sie gekauft hat. Das ist der Iran! Bevor wir nach Kashan fahren, machen wir noch einen Abstecher nach Maranjab in der Wüste Kavir. Salzseen, Dünen und alles was eine Wüste halt so auszeichnet. Leider, da Freitag, auch sehr viele Iraner bei ihrem Lieblingshobby – dem Picknicken – sowie beim leidenschaftlichen Dünen-Fahren mit Jeeps und Quads, fast wie die Araber. So kommt das von uns geschätzte, einsame Wüstenfeeling nicht ganz so auf! Kashan, am Rande der Wüste Kavir ...