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Abano-Pass in Georgien

Was macht eine Straße zu einer der gefährlichsten der Welt? Unbefestigte Wege, gähnende Abgründe, Abgeschiedenheit von der Zivilisation, häufige Naturgewalten: Es ist eine Kombination von Eigenschaften, in der jede für sich gesehen schon die Nerven kitzelt. In diese Kategorie fällt auch eine Strecke tief in der nordöstlichen Bergregion Georgiens am Rande des Großen Kaukasus. Die „Tusheti Road“ führt auf 2.950 Metern Höhe über den Abano-Pass nach Omalo. Tuschetien heißt das geschichtsträchtige, raue Gebiet nahe der russischen Grenze, das Naturliebhaber, Bergsüchtige und Abenteuerlustige anzieht. Und uns. Es ist Ende Juni, als wir Georgien mit unserem Toyota HZJ 78 auf unserer Reise Richtung Tadschikistan durchqueren und den Abstecher nach Omalo als OffroadHighlight nutzen. Die Strecke beginnt kurz hinter dem kleinen Dorf Pshaveli. Wir starten bei strahlendem Sonnenschein und hochsommerlichen Temperaturen. Die Asphaltstraße wird nach wenigen Metern zu einer gepflegten Schotterpiste. Entlang des Flusses verteilen sich Lastwagen mit abblätterndem Lack und dicken Rostschichten, auf deren Ladeflächen sich bunte Holzkisten mit Bienenvölkern stapeln. Dann empfängt uns dichter Laubwald. Hier und da glitzert die Sonne durch die Blätterwand. Es ...