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5 hidden Gems in Europa

Von Tobias Hoiten (tobiashoiten.de)

Ob Frankreich, die Niederlande oder England – überall gibt es sie. Die Hidden Gems. Hidden Gems sind Orte, die man nicht direkt im Kopf hat, wenn es um Reisen in dieses Land geht. Bei Frankreich denkt man sofort an Paris, bei den Niederlanden an Amsterdam und bei England an London – aber was kommt danach? Welche Orte sind lohnenswert für eine Reise? Ich habe ein paar Hidden Gems in Europa kennengelernt und nehme dich mit auf eine kleine Reise.

England: Auf in die zweitgrößte Stadt Englands – nach Birmingham

Ich war schon in London, Bristol und Manchester – aber auf Birmingham habe ich mich ganz besonders gefreut. Warum? Weil die zweitgrößte Stadt Englands so niemand wirklich auf dem Schirm hat. In Birmingham trifft man den Charme einer alten Industriestadt, gepaart mit modernen Gebäuden und besonderer Architektur. Dies ist eine tolle Mischung.

Abends ist an den Kanälen so einiges los, weil man hier draußen sitzen und eine angenehme Atmosphäre genießen kann. Wer genug von Birmingham hat, kann genauso gut die Umgebung erkunden – mit einem Narrowboat fahren, Warwick Castle entdecken oder nach Stratford-upon-avon, der Geburtsstadt Shakespeares, fahren.

Malmö: Einfach von Deutschland aus zu entdecken

Bei Schweden denke ich sofort an Stockholm und an wunderschöne Wälder. Doch wie wäre es mit Malmö? Die schwedische Stadt liegt im Süden Schwedens, direkt an der Grenze zu Dänemark, was einen Besuch richtig spannend macht. Denn: einen Städtetrip nach Malmö kann man mit einem Besuch in Kopenhagen super verbinden. Beide Städte sind durch die Oresund-Brücke miteinander verbunden und nur 30 Minuten auseinander.

Malmö strahlt, wie Kopenhagen, dieses nordische Flair aus, was man in Hamburg auch gerne wiederfindet. Für mich ein sehr schöner Ort, an dem ich mich als Norddeutscher sofort heimisch gefühlt habe.

Frankreich: Auf nach Bordeaux – ins Paris des Südens

Meine erste Frankreichreise ging natürlich nach Paris – doch was gibt es noch in Frankreich zu entdecken neben Hauptstadt, der Bretagne und der Côte d’Azur? Richtig: Bordeaux! Die Stadt an der Garonne ist auch als Weinhauptstadt oder Paris des Südens bekannt.

Ersteres ist, denke ich, klar. Viele bekannte Weine kommen aus der Region um Bordeaux. Denn hier gibt es das größte zusammenhängende Anbaugebiet für Qualitätsweine und mehr als 3.000 Weingüter. Doch damit nicht genug. In Bordeaux wurde extra für die Geschichte des Weins ein Weinmuseum gebaut – das Cité du Vin. Ein architektonisch sehr besonderes Gebäude, in dem man viel über die Anfänge der Weinkultur kennenlernt.

Bordeaux als Paris des Südens? Oh ja. Mit rund 240.000 Einwohnern ist Bordeaux zwar nur die neuntgrößte Stadt in Frankreich, wird aufgrund seiner Lage zum Atlantik und seiner Paris-ähnlichen Architektur oft als Paris des Südens bezeichnet. Bei einem Spaziergang durch die UNESCO-Altstadt kommt man sich wirklich vor, als sei man in Parisdurch die sehr ähnliche Architektur.

Französisches Feeling bei einem Gläschen Wein ist hier garantiert!

Jersey: Die Kanalinsel

Warst du schon einmal auf einer Kanalinsel? Zwischen England und Frankreich befinden sich die sogenannten Kanalinseln – Jersey ist eine davon. Die Insel ist überschaubar, da man von jedem Punkt auf der Insel maximal zehn Minuten zum Wasser braucht. Das Klima ist fast schon mediterran mit vereinzelten Palmen an den Promenaden. Die Tide ist hier die zweithöchste der Welt, sodass man bei Ebbe das Wasser am Horizont nicht mehr sehen kann.

Grandios ist die Küche auf Jersey, die von regionalen und frischen Produkten lebt – wie die selbst angebauten Kartoffeln, Jersey Salz und natürlich die vielen Fische und Meeresfrüchte aus dem Meer direkt vor der Küste. Eine wahre Delikatesse, hier zu sein.

Niederlande: Utrecht – wie Amsterdam, nur schöner

Natürlich war ich schon in Amsterdam. An einem Sonntag. In der Hoffnung, dass die niederländische Hauptstadt nicht so voll von Menschen ist. Leider weit gefehlt. Utrecht hatte ich lange nicht auf dem Schirm, sollte man aber unbedingt haben. Utrecht ist nicht ganz so voll. Spaziergänge an den Grachten kann man hier viel mehr genießen und bieten ein ähnliches Flair wie in Amsterdam. Das tolle an Utrecht ist, dass es direkt an den Ufern der Grachten kleine Cafés und Restaurants gibt. Sowas gibt es in Zentrum von Amsterdam nicht. Das macht den Besuch zu einem ganz besonderen Genuss. Gerade in den Abendstunden kommt hier eine wahnsinnig schöne Atmosphäre auf.

Für ein Wochenende eine gute und ruhige Alternative zu Amsterdam!